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Hardware

Variable Bildwiederholrate (VRR)

VRR lässt den Monitor auf das nächste Bild der Grafikkarte warten und verhindert Tearing. Adaptive-Sync, FreeSync, G-SYNC und HDMI VRR im Überblick.

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Ein zerrissenes Bild sieht aus, als hätte jemand den Bildschirm mit dem Lineal zerschnitten. Mit variabler Bildwiederholrate wartet der Monitor auf die Grafikkarte statt umgekehrt.

Kurz gesagt

Mit variabler Bildwiederholrate (VRR) passt ein Bildschirm seinen Bildwechsel an die Bilder an, die die Grafikkarte tatsächlich liefert [1]. Ohne VRR muss eine GPU, die das nächste Bild nicht rechtzeitig fertig hat, entweder das aktuelle Bild wiederholen, was ruckelt, oder ein halb fertiges Bild zeigen, was zu Tearing führt, also zu einem sichtbaren Riss im Bild [1]. VRR gibt es als VESA Adaptive-Sync über DisplayPort und als HDMI VRR; AMD FreeSync baut auf beidem auf, und NVIDIA nennt geprüfte Bildschirme G-SYNC Compatible [4][6]. Unsere Einschätzung: Schalte VRR bei einem Gaming-Monitor sowohl im Monitor als auch in der Grafiksoftware ein, denn ab Werk ist es oft aus.

So funktioniert’s

  1. Die Quelle gibt den Takt vor. Bei HDMI VRR liefert Konsole oder PC Bilder so schnell, wie sie können, und der Bildschirm wartet, bis das nächste Bild fertig ist, statt nach festem Takt neu zu zeichnen [1].
  2. Ein Bereich, kein Freibrief. Jeder VRR-Bildschirm hat eine niedrigste und eine höchste Bildwiederholrate. VESAs Logo AdaptiveSync Display für Spiele verlangt einen Bereich von höchstens 60 Hz bis mindestens 144 Hz; das Logo MediaSync Display für Video verlangt höchstens 48 Hz bis mindestens 60 Hz [3].
  3. Geprüfte Logos. VESA hat seine Adaptive-Sync Display Compliance Test Specification im Mai 2022 mit mehr als 50 Prüfkriterien vorgestellt, darunter Flimmern und Jitter [2]. Das AdaptiveSync-Logo trägt eine Zahl wie 144 oder 240, die höchste Bildrate, die im Adaptive-Sync-Betrieb bei der werkseitig eingestellten Auflösung des Bildschirms erreicht wird [2][3].
  4. FreeSync-Stufen. AMD FreeSync nutzt DisplayPort Adaptive-Sync und HDMI VRR [4]. AMDs Stufentabelle für Monitore nennt für FreeSync mindestens 144 Hz und für FreeSync Premium mindestens 200 Hz unterhalb von 3.440 Pixeln in der Breite (ab 3.440 mindestens 120 Hz); Premium Pro ergänzt HDR [4]. AMD schreibt außerdem, dass eine VESA-AdaptiveSync-Zertifizierung nicht dasselbe ist wie eine FreeSync-Zertifizierung [4].
  5. Unterhalb des Bereichs. Low Framerate Compensation (LFC) zeigt jedes Bild mehrfach, wenn das Spiel unter das Minimum des Bildschirms fällt. AMDs Beispiel: Ein Monitor mit 60 bis 144 Hz zeigt ein Spiel mit 40 fps bei 80 Hz, indem er jedes Bild doppelt ausgibt [4]. Unsere Lesart: Oberhalb des Bereichs hilft VRR nicht, dann greift deine V-Sync-Einstellung.
  6. NVIDIA. G-SYNC-Compatible-Monitore unterstützen VRR mit GeForce ab der 10er-Serie über DisplayPort und ab der 30er-Serie über HDMI 2.1 [6]. Eine ältere Supportantwort von NVIDIA nennt dagegen schon GTX 16 und RTX 20 für VRR über HDMI an Bildschirmen mit HDMI-2.1-VRR [5]; für diese beiden Serien widersprechen sich NVIDIAs eigene Seiten. Manche Adaptive-Sync-Monitore kommen mit abgeschaltetem VRR oder mit DisplayPort-Modus 1.1; nötig ist 1.2a oder höher [7].

Ein Praxisbeispiel

Du schließt einen neuen Monitor mit 165 Hz per DisplayPort an eine GeForce-Karte an. Zuerst schaltest du die variable Bildwiederholrate im Bildschirmmenü des Monitors ein und prüfst, dass der DisplayPort-Modus nicht auf 1.1 steht [7]. Dann öffnest du die NVIDIA-Systemsteuerung, gehst im Bereich Anzeige auf „Set up G-SYNC“ (so heißt der Punkt in der englischen Oberfläche), setzt den Haken bei „Enable G-SYNC, G-SYNC Compatible“ und übernimmst [5]. Steht der Monitor nicht auf NVIDIAs Liste, kann VRR funktionieren, teilweise funktionieren oder gar nicht [5]. Das ist ein allgemeiner Ablauf und kein Test auf unserer eigenen Hardware.

Prüfliste

  • Schalte VRR zuerst im Monitormenü ein; ab Werk kann es aus sein [7].
  • Stelle den DisplayPort-Modus des Monitors auf 1.2a oder höher [7].
  • Aktiviere G-SYNC Compatible oder FreeSync in der Grafiksoftware [4][5].
  • Prüfe vor dem Kauf den VRR-Bereich und ob der Monitor LFC unterstützt [3][4].
  • Nimm bei GeForce-Karten vor der 30er-Serie lieber DisplayPort, denn NVIDIAs Seiten widersprechen sich bei HDMI VRR für GTX 16 und RTX 20 [5][6].
  • Vergleiche Logos genau: AdaptiveSync, FreeSync und G-SYNC Compatible sind getrennte Zertifizierungen [4][6].

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. HDMI Licensing AdministratorHDMI Variable Refresh Rate (VRR)
  2. VESAVESA Launches Industry's First Open Standard and Logo Program for PC Monitor and Laptop Display Variable Refresh Rate Performance
  3. VESAAdaptive-Sync Display CTS r1.1a
  4. AMDAMD FreeSync Technology
  5. NVIDIADo G-SYNC Compatible displays work on both DisplayPort and HDMI with GeForce GPUs?
  6. NVIDIAG-SYNC Gaming Monitors: Manufacturers & Specs
  7. NVIDIAWhat are the system requirements for G-sync Compatible display technology?

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