Zum Inhalt
Bytearium

Keine Werbung und keine Partnerlinks aktiv

Netzwerke

PoE (Power over Ethernet)

PoE schickt Gleichstrom über das Netzwerkkabel zum Gerät; 802.3af, at und bt legen fest, wie viel Leistung ein Port liefern darf.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Der beste Platz für einen Access Point ist die Decke. Der schlechteste Platz für eine Steckdose ist auch die Decke. PoE beendet diese Diskussion.

Kurz gesagt

Power over Ethernet (PoE) schickt Gleichstrom über dasselbe Twisted-Pair-Kabel zu einem Gerät, das auch seine Daten trägt [3]. Der Switch oder Injektor ist die Stromquelle (PSE, Power Sourcing Equipment), die Kamera, der Access Point oder das Telefon der Verbraucher (PD, Powered Device) [3]. Die IEEE-Standards 802.3af, 802.3at und 802.3bt legen fest, wie viel Leistung ein Port liefern darf. Unsere Einschätzung: Addiere vor dem Switch-Kauf, was deine Geräte brauchen, und vergleiche die Summe mit dem PoE-Budget des Switches, nicht nur mit dem Limit pro Port.

So funktioniert’s

  1. Vier Typen, je zwei Zahlen. Die Standards nennen die Typen 1 bis 4. Die Werte am Port der Stromquelle und am Verbraucher unterscheiden sich, weil das Kabel einen Teil der Leistung verbraucht [2][3][4] (Tabelle unten).
  2. Neun Klassen. Beim Handshake wird eine Klasse von 0 bis 8 zugewiesen; Klasse 0 heißt, das Gerät hat keine Klasse gemeldet, und es wird wie Klasse 3 mit 15,4 W eingeplant [2][3]. Die Stromquelle garantiert mindestens die Klassenleistung, der Verbraucher darf bis dahin ziehen [3]. Die Klassen 1 bis 4 entsprechen 4 W, 7 W, 15,4 W und 30 W am Port, die Klassen 5 bis 8 entsprechen 45 W, 60 W, 75 W und 90 W [3].
  3. Erkennen, einstufen, einschalten. Die Stromquelle prüft zuerst, ob ein gültiger Verbraucher angeschlossen ist, stuft ihn dann ein und schaltet erst danach rund 54 V Gleichspannung auf [3]. Geräte ohne PoE sollen an einem PoE-Port deshalb keinen Schaden nehmen.
  4. Adernpaare. Typ 1 und 2 nutzen zwei der vier Paare. Typ 3 und 4 können alle vier nutzen, und ab Klasse 5 sind vier Paare Pflicht [2]. Die Ethernet Alliance weist darauf hin, dass Geräte des Typs 3 und 4 auch ältere Verbraucher versorgen und die Kabelverluste halbieren können, indem sie dafür vier Paare nutzen [2].
  5. Reichweite. Wie bei den Daten darf das Kabel bis zu 100 Meter lang sein, und unterwegs geht eine Menge Leistung verloren [3]. Wegen dieses Verlusts richtest du die PD-Spalte danach, was ein Gerät ziehen darf, und die PSE-Spalte danach, was dein Switch reservieren muss.
  6. Der Standard steckt in Ethernet. IEEE 802.3-2022 enthält die Stromversorgung über ausgewählte Twisted-Pair-PHY-Typen, und die Ergänzung 802.3bt erweitert sie auf vier Paare [1].

Leistung je Typ [2][3][4]:

TypStandardGängiger NameLeistung am PSE-PortLeistung am PD
1802.3afPoE15,4 W12,95 W
2802.3atPoE+30 W25,5 W
3802.3btPoE++ / 4PPoE60 W51 W
4802.3btPoE++ / 4PPoE90 W71,3 W

Manche Dokumente runden 12,95 W auf 13 W [2]. „PoE+“ und „PoE++“ sind Marketingnamen; Hersteller sagen auch „Tier“ statt „Typ“ [4][5].

Ein Homelab-Beispiel

PoE-Einsatz bei Bytearium haben wir nicht erfasst (Inventar Stand 14. bis 16. Okt. 2026). Das hier ist deshalb ein Rechenbeispiel mit ausgedachten Geräten. Vier Kameras der Klasse 3 (je 15,4 W am Port) und ein Access Point der Klasse 4 (30 W) brauchen 4×15,4 + 30 = 91,6 W Switch-Budget. Ein Switch mit insgesamt 90 W kann nicht alle fünf in voller Klasse versorgen, egal wie viele Ports er hat. Suche im Datenblatt die Zeile „PoE-Budget“ und daneben den Standard pro Port.

Prüfliste

  • Lies für jedes Gerät die Klasse oder Wattzahl im Handbuch nach.
  • Addiere die Werte am Port (die PSE-Spalte) und vergleiche sie mit dem gesamten PoE-Budget des Switches.
  • Passe den Standard an: Ein Gerät des Typs 3 oder 4 braucht einen Switch mit Vierpaar-Speisung [2].
  • Nutze ein geeignetes Kabel nach den Vorgaben des Switch-Herstellers und bleib bei höchstens 100 Metern [3].
  • Stecke kein Gerät ohne PoE-Unterstützung an einen passiven Injektor, ohne das Handbuch gelesen zu haben.
  • Plane das Netzteil des Switches und die USV-Laufzeit für die volle PoE-Last ein.
  • Beschrifte die PoE-Ports und notiere, welches Gerät an welchem Port hängt.

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. IEEEIEEE 802.3-2022: Standard for Ethernet
  2. Ethernet AllianceOverview of 802.3bt: Power over Ethernet Standard
  3. Skyworks SolutionsUnderstanding the IEEE 802.3bt PoE Standard
  4. NETGEAROverview of Official PoE Standards
  5. TP-Link OmadaHow to Set Up a PoE Network Using Omada PoE Products

Auf dieser Seite gibt es keine Werbung und keine Partnerlinks.