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ONVIF für IP-Kameras

ONVIF ist die gemeinsame Sprache von IP-Kameras und Rekordern. Profile wie S, T und G sagen dir, welche Funktionen ein Gerät wirklich kann.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Eine Kamera und ein Rekorder von zwei Herstellern sollten ohne Dolmetscher miteinander reden können. ONVIF ist das Wörterbuch, und die Profilbuchstaben verraten, welche Seiten darin stehen.

Kurz gesagt

ONVIF ist eine Familie von Spezifikationen, mit der IP-Kameras, Videoencoder und Aufzeichnungssoftware verschiedener Hersteller einander finden, konfiguriert und gesteuert werden können, auf einheitliche Weise [1][4][5]. Das Video selbst transportiert er nicht: Die Kamera nennt dem Client eine Stream-Adresse, und das Video kommt dann per RTSP [6]. Produkte sind in Profile gruppiert, etwa Profile S, T und G, die festlegen, welche Funktionen ein konformes Gerät und ein konformer Client unterstützen müssen [1]. Unsere Einschätzung: Prüfe vor dem Kamerakauf für einen Rekorder das Profil und die Liste konformer Produkte, und ignoriere ein loses „ONVIF-kompatibel“ auf der Packung.

So funktioniert’s

  1. Profile statt leerer Seite. Ein Profil hat einen festen Funktionssatz, den konforme Geräte und Clients unterstützen müssen, sodass ein Profile-T-Client mit einem Profile-T-Gerät arbeitet. Manche Funktionen sind bedingt, zum Beispiel PTZ, das nur bei PTZ-Kameras Sinn ergibt. Produkte können mehrere Profile unterstützen, etwa T und G bei einer Kamera mit lokalem Speicher [1][4].
  2. Nur registrierte Produkte zählen. Die ONVIF-Seite sagt, dass die Konformität zu einem Profil das Einzige ist, was Kompatibilität sicherstellt, und dass nur registrierte Produkte mit Konformität als ONVIF-konform gelten [1].
  3. Die Videoprofile. Profile S deckt einfaches Streaming ab: Video über ein IP-Netz, Konfiguration und Steuerung des Streams, dazu PTZ-Steuerung, Audioeingang, Multicast und Relaisausgänge, soweit unterstützt [2]. Profile T ergänzt H.264 und H.265, Bildeinstellungen, Alarmereignisse für Bewegung und Manipulation, Metadaten-Streaming und bidirektionales Audio [3]. Profile G steht für Speicherung und Abruf in der Kamera, sodass eine Kamera oder ein Encoder aufzeichnen und ein Client suchen und abspielen kann [4][5]. Profile M behandelt Metadaten und Ereignisse für Analytik, auch das Veröffentlichen über MQTT [4].
  4. Profile S läuft aus. Die ONVIF-Seite markiert Profile S als in Abkündigung und nennt den 31. März 2027 als letzten Termin für Konformitätsmeldungen neuer Produkte (Stand beim Abruf). Profile S erschien 2011, Profile T 2018 [2][4].
  5. So findet man den Stream. Die Operation GetStreamUri des Media-Dienstes liefert zu einem Medienprofil eine URI, um einen Live-Stream mit RTSP als Steuerprotokoll zu starten. Die Typen reichen von RTP über UDP-Unicast und Multicast über RTP über TCP und gesichertes RTSP bis zu RTSP, getunnelt über HTTP oder HTTPS. GetSnapshotUri liefert eine URI für JPEG-Standbilder per HTTP [6].
  6. So steuert man die Kamera. Der PTZ-Dienst bietet AbsoluteMove, RelativeMove und ContinuousMove für Schwenken, Neigen und Zoomen, und GotoPreset ruft eine gespeicherte Position auf [7]. Welche Bewegungen funktionieren, hängt von den Koordinatensystemen ab, die der PTZ-Knoten unterstützt [7].
  7. Funktionen unterscheiden sich je Profil. Die ONVIF-Funktionsübersicht (v2.6, April 2022) vergleicht, welche Funktionen je Profil verpflichtend oder bedingt sind, und nennt die Verfahren zur Benutzerauthentifizierung [5].

Ein Praxisbeispiel

Du fügst eine Kamera in eine Aufzeichnungssoftware ein. Du gibst Adresse und Zugangsdaten ein, die Software fragt per ONVIF die Medienprofile samt Stream-URIs ab und holt das Video dann per RTSP von einer Adresse wie rtsp://CAMERA-IP:PORT/PATH, die die Kamera selbst festlegt [6]. Unterstützt die Kamera den PTZ-Dienst, kann dieselbe Software Fahr- und Positionsbefehle senden [7]. Kameras haben wir in unserem Inventar (14. bis 16. Okt. 2026) nicht dokumentiert, deshalb ist das ein allgemeiner Ablauf.

Prüfliste

  • Suche das Modell in der ONVIF-Liste konformer Produkte und notiere die Profile [1].
  • Nimm bei einem Neukauf lieber Profile T als Profile S, denn S läuft aus [2][3].
  • Wähle Profile G, wenn die Kamera auf eine Karte aufzeichnen und Clients suchen und abspielen lassen soll [4].
  • Prüfe die gemeldete Stream-URI und teste sie in einem Player, bevor du dich darauf verlässt [6].
  • Ändere die Standard-Zugangsdaten der Kamera und halte sie vom offenen Internet fern; ONVIF macht eine Kamera nicht sicher.
  • Prüfe, ob PTZ-Steuerung aufgeführt ist, bevor du für eine bewegliche Kamera zahlst [3][7].

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. ONVIFONVIF Profiles
  2. ONVIFProfile S
  3. ONVIFProfile T
  4. ONVIFONVIF Overview
  5. ONVIFONVIF Profile Feature Overview v2.6
  6. ONVIFMedia2 Service Specification
  7. ONVIFPTZ Service Specification

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