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Dual Stack: IPv4 und IPv6

Dual Stack heißt IPv4 und IPv6 nebeneinander; anders als bei DS-Lite hast du eine eigene öffentliche IPv4, wichtig für Heimserver und Spiele.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Dein Anschluss kann zwei Internetsprachen fließend sprechen, oder eineinhalb. Dual Stack ist die fließende Version, und die mag ein Spieleserver zu Hause am liebsten.

Kurz gesagt

Dual Stack heißt, ein Gerät oder Anschluss betreibt IPv4 und IPv6 nebeneinander [1]. Ein Dual-Stack-Anschluss hat eine Adresse von jeder Art bekommen [2]. DS-Lite ist die verbreitete Alternative: Der Anbieter teilt IPv4-Adressen mit einem IPv4-in-IPv6-Tunnel und NAT unter seinen Kunden auf, du hast also keine eigene öffentliche IPv4-Adresse [2][5]. Unsere Einschätzung: Für Spiele und Heimserver ist Dual Stack der leichte Fall. Bei DS-Lite erreichen dich andere Spieler nur über IPv6 oder über Ports, die der Anbieter freigibt [4][5].

So funktioniert’s

  1. Zwei Protokolle gleichzeitig. RFC 4213 definiert Dual Stack als vollständige Implementierung von IPv4 und IPv6 [1]. Der andere dort beschriebene Mechanismus, konfiguriertes Tunneling, transportiert IPv6 über IPv4-Infrastruktur [1].
  2. Fähig oder bereitgestellt. RFC 6333 trennt ein Dual-Stack-fähiges Gerät, das Code für beide Protokolle hat, von einem Dual-Stack-bereitgestellten Gerät, dem sowohl eine IPv4- als auch eine IPv6-Adresse zugeteilt wurde [2].
  3. Warum es DS-Lite gibt. RFC 6333 hält fest, dass der freie IPv4-Adressvorrat der IANA zu Ende ging, bevor IPv6 weit verbreitet war. DS-Lite lässt einen Anbieter IPv4-Adressen unter Kunden teilen, indem es einen IPv4-in-IPv6-Tunnel mit NAT kombiniert [2].
  4. Was das für die Erreichbarkeit heißt. AVM führt auf, wer seine Router aus dem Internet erreichen kann (Tabelle unten) [4].
  5. So prüfst du deinen Anschluss. In der FRITZ!Box zeigt Internet, Online-Monitor die Zeilen „Internet, IPv4“ und „Internet, IPv6“. Eine IPv4-Adresse aus 10.0.0.0/8, 100.64.0.0/10 (Carrier-Grade NAT), 172.16.0.0/12, 192.0.0.0 bis 192.0.0.7 (DS-Lite) oder 192.168.0.0/16 ist aus dem Internet nicht erreichbar [4]. Jeder andere Bereich ist eine öffentliche IPv4-Adresse [4].
  6. Clients probieren beides. Happy Eyeballs (RFC 8305) lässt einen Client die DNS-Anfragen AAAA (IPv6) und A (IPv4) fast gleichzeitig senden, mit IPv6 beginnen, 50 ms auf eine verspätete AAAA-Antwort warten und standardmäßig nach 250 ms die nächste Adresse versuchen [3]. Auf einem Dual-Stack-Anschluss greift der Rückfall schnell.
  7. Die Firewall entscheidet. AVMs Router weisen unaufgeforderte eingehende Daten standardmäßig ab [6]. Unsere Einschätzung: Bei IPv6 sitzt kein NAT vor deinen Geräten, deshalb schützen sie die Firewall-Regeln des Routers. Prüfe sie.

Erreichbarkeit je Anschlussart [4]:

AnschlussErreichbar über IPv6Erreichbar über IPv4
Nur IPv4neinja
Nur IPv6janein
IPv6, IPv4 über Carrier-Grade NATjanein
Dual Stack (IPv6 und IPv4)jaja
DS-Litejanein
DS-Lite mit PCPjanur über vom Anbieter festgelegte Ports

AVM ergänzt, dass Mobilfunkanbieter eingehende Verbindungen meist blockieren [4]. Der Zugriff über IPv6 klappt nur, wenn beide Seiten IPv6 haben, was nicht jedes Mobilfunknetz und jeder Hotspot bietet [5].

Ein Praxisbeispiel

Freunde sollen auf einen Spieleserver zu Hause kommen. Lies zuerst den Online-Monitor und vergleiche die IPv4-Adresse mit den obigen Bereichen [4]. Leite bei Dual Stack den IPv4-Port weiter und erlaube den Server in der IPv6-Firewall. Ergänze neben dem A-Eintrag einen AAAA-Eintrag, wenn du einen Namen veröffentlichst [3]. Bei DS-Lite brauchen Freunde IPv6 oder Ports, die dein Anbieter per PCP freigibt [4][5]. Teste von außerhalb deines Netzes, zum Beispiel mit test-ipv6.com auf dem Handy [4]. Unser Inventar (Stand 14. bis 16. Okt. 2026) führt einen UniFi-Router mit Firewall; ob unser Anschluss Dual Stack oder DS-Lite ist, ist nicht erfasst, deshalb behaupten wir keins von beidem.

Prüfliste

  • Lies beide Adresszeilen in der Übersicht deines Routers [4].
  • Vergleiche die IPv4-Adresse mit den nicht öffentlichen Bereichen [4].
  • Teste IPv6 und IPv4 aus einem Netz außerhalb deines eigenen [4].
  • Frag bei DS-Lite deinen Anbieter, ob PCP verfügbar ist [4][5].
  • Veröffentliche neben dem A-Eintrag einen AAAA-Eintrag für Namen, die über IPv6 funktionieren sollen [3].
  • Prüfe die IPv6-Firewall-Regeln deines Routers, bevor du einen Serverport öffnest [6].

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. IETFRFC 4213: Basic Transition Mechanisms for IPv6 Hosts and Routers
  2. IETFRFC 6333: Dual-Stack Lite Broadband Deployments Following IPv4 Exhaustion
  3. IETFRFC 8305: Happy Eyeballs Version 2: Better Connectivity Using Concurrency
  4. AVMChecking accessibility of the FRITZ!Box in the internet
  5. AVMWhat is DS-Lite and how does it work?
  6. AVMSecure Access: Firewall and Port Sharing

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