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Worauf du bei Minecraft-Server-Hosting achtest

Minecraft-Server-Hosting auswählen: ein Kriterienkatalog statt Testbericht zu Einzelkern-Leistung, RAM, Standort, Modpack-Support, Backups und Kündigung.

Jede Hosting-Seite verspricht „lagfreies“ Spielen, ein mutiges Versprechen für ein Spiel, das größtenteils auf einem einzigen Prozessorkern läuft. Das prüfst du, bevor du zahlst.

Kurz gesagt

Prüfe sechs Dinge in dieser Reihenfolge: wie schnell ein einzelner CPU-Kern ist, wie viel RAM du wirklich bekommst, wo das Rechenzentrum steht, ob deine Software und dein Modpack unterstützt werden, wie Backups funktionieren und wie du aus dem Vertrag wieder herauskommst [1][2]. Das ist eine Kriterienliste. Wir haben keinen der unten genannten Anbieter gemietet oder getestet, deshalb gibt es weder Benchmarks noch eine Rangliste. Wo eine Zahl vom Anbieter stammt, sagen wir das.

So funktioniert’s

  1. CPU: ein schneller Kern schlägt viele langsame. Das Minecraft Wiki schreibt, ein Minecraft-Server nutze überwiegend einen einzelnen Kern; die Geschwindigkeit pro Kern zählt also mehr als die Kernzahl [1]. Die Anforderungsseite ergänzt, dass der Server seit Version 1.14 für manche Arbeiten weitere Kerne nutzt, aber in der Regel höchstens drei [2]. Viele Anbieter nennen ihren Prozessor. Godlike Host gibt etwa AMD Ryzen 9 9950X3D und EPYC 9474F mit 3,6 bis 5,7 GHz an [6]. Das ist die Angabe des Anbieters, nicht unsere Messung. Ein genannter moderner Prozessor ist ein besseres Zeichen als „starke Hardware“ ohne Modell.
  2. RAM: Die Quellen widersprechen sich, also richte dich nach deinem Einsatz. Das Wiki nennt 2 GB für kleine Server und weist darauf hin, dass größere 4 GB brauchen können [1]. Für einen Vanilla-Server mit 5 bis 10 Spielern nennt es 2 GB als empfohlenen Wert [2]. PaperMC, der verbreiteten Plugin-Server-Software, empfiehlt mindestens 6 bis 10 GB „egal wie wenige Spieler“ und warnt, dass mehr Speicher nur bis zu einem Punkt hilft [3]. Beides sind dokumentierte Empfehlungen für unterschiedliche Software. Ein einfacher Survival-Server für Freunde und ein schweres Modpack sind verschiedene Lasten. Prüfe auch, was die Zahl im Tarif bedeutet. Paper rät, den Java-Heap etwa 1.000 bis 1.500 MB unter den vom Anbieter genannten Speicher zu setzen, weil Java über den Heap hinaus Speicher braucht [3]. Frag nach, ob der Anbieter diesen Aufschlag übernimmt.
  3. Garantiert oder geteilt. Das Wiki führt „garantierte oder geteilte Ressourcen“ als Prüfpunkt auf, weil manche Anbieter Hardware überbuchen und beworbenes RAM und CPU nicht immer verfügbar sind [1]. Suche in den Bedingungen nach einer klaren Aussage. Steht irgendwo „unlimited“, lies den Abschnitt zur fairen Nutzung. Die Bedingungen von Shockbyte sagen zum Beispiel, Bandbreite, CPU und Speicherplatz seien nicht ausdrücklich begrenzt, übermäßige Nutzung über längere Zeit könne aber zu Verwarnungen und Sperrung führen [7].
  4. Standort und Ping. Wähle ein Rechenzentrum nahe bei den meisten Mitspielern [1]. Anbieter unterscheiden sich in der Zahl der Standorte und darin, ob du später wechseln kannst. 4Netplayers nennt 14 Standorte [5], Godlike Host 10 Rechenzentren [13], und bei G-Portal stellst du den Standort bei der Bestellung ein [4]. Das sind deren eigene Angaben. Frag dich, wo deine Freunde wohnen, nicht, welcher Anbieter die meisten Orte aufzählt.
  5. Software, Version und Modpacks. Prüfe, ob der Anbieter das unterstützt, was du betreiben willst: Vanilla, Paper, Fabric, Forge oder einen Proxy, dazu die Minecraft-Version, bei Bedarf auch Snapshots [1]. Bei Modpacks muss der Server genau die Minecraft-Version und den Mod-Loader nutzen, für die das Pack gebaut wurde [12]. Ein-Klick-Installer helfen, ersetzen aber nicht das Lesen der Pack-Seite. Auf CurseForge hängen die Serverdateien eines Packs meist an einer bestimmten Pack-Version unter „Additional Files“ [11]. Die Java-Version hängt von der Minecraft-Version ab: Ab Version 1.20.5 ist Java 21 nötig, neuere Versionen können mehr verlangen, schau also auf die aktuelle Anforderungsseite [2]. Mods und Plugins laufen in der Regel nicht auf derselben Server-Software, und Mods müssen meist auf dem Rechner jedes Spielers installiert sein [12].
  6. Zugriff: Dateien und Konsole. SFTP und voller Konsolenzugriff erleichtern die Fehlersuche deutlich im Vergleich zu einem eingeschränkten Web-Panel [1]. G-Portal nennt FTP-Zugriff und eine Log-Ansicht im Webinterface [4]. 4Netplayers nennt vollen FTP-Zugriff [5], Godlike Host vollen SFTP-Zugriff [6]. Ohne Dateizugriff kannst du weder deine Welt herunterladen noch eine kaputte Konfiguration reparieren.
  7. Backups: das Kleingedruckte lesen. Das Wiki fragt, wie oft Backups laufen, wie lange sie aufbewahrt werden und ob du sie herunterladen kannst [1]. Die Bedingungen zeigen, wie unterschiedlich diese Details sind. Shockbyte erlaubt höchstens 3 Backups gleichzeitig und 15 GB insgesamt [7]. MintServers bewahrt Backups 7 Tage auf, schließt Dateien wie Dynmap-Daten, CoreProtect-Daten, Logdateien und Archive im Hauptverzeichnis aus und weist darauf hin, dass du für deine Sicherung selbst verantwortlich bleibst [8]. G-Portal beschreibt ein manuelles Backup im Servermenü und empfiehlt für automatische Backups ein Plugin mit FTP [4]. 4Netplayers und Godlike Host nennen automatische Backups [5][6]. Egal was der Anbieter tut: Bewahre eine Kopie deiner Welt woanders auf.
  8. DDoS-Schutz. Die meisten Anbieter nennen ihn. G-Portal nennt Bulwark und Corero [4], Godlike Host nennt Path.net [9]. Die Bedingungen eines Anbieters ergänzen, dass Schutzmethoden variieren und geändert werden können [8]. „DDoS-Schutz“ auf einer Seite sagt, dass es ihn gibt, nicht, wie gut er wirkt.
  9. Vertrag, Verlängerung und Erstattung. Prüfe Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigungsweg. 4Netplayers nennt Laufzeiten von 1, 3, 6 oder 12 Monaten, automatische Verlängerung bis zur Kündigung und Kündigung online [5]. Die Erstattungsfenster unterscheiden sich: Shockbyte nennt 72 Stunden bei der ersten Bestellung [7], MintServers 24 Stunden [8]. Für Verbraucher in Deutschland erklärt die Verbraucherzentrale: Bei vielen Dauerschuldverträgen, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, ist eine stillschweigende Verlängerung nur wirksam, wenn sie auf unbestimmte Zeit läuft und die Kündigungsfrist höchstens einen Monat beträgt; für online abgeschlossene Verträge gilt seit dem 1. Juli 2022 außerdem ein Kündigungsbutton [10]. Ob das auf deinen Tarif zutrifft, hängt vom Vertrag ab. Das ist keine Rechtsberatung; im Zweifel hilft eine Verbraucherzentrale.

Ein Rechenbeispiel

Das ist ein Beispiel, kein Bericht über einen Anbieter. Angenommen, sechs Freunde, Paper mit ein paar Plugins, die Spieler sitzen überwiegend in Deutschland, und die Welt wächst im nächsten Jahr. Mit den Kriterien von oben: Ein Rechenzentrum in Deutschland oder nahebei steht an erster Stelle (Punkt 4). Weil Paper für Plugin-Server 6 bis 10 GB empfiehlt [3], schaust du dir Tarife in dieser Größe an und fragst, ob der Heap-Aufschlag abgedeckt ist. Du willst SFTP, ein herunterladbares Backup und ein klares Erstattungsfenster (Punkte 6, 7, 9). Dann bestellst du die kürzeste Laufzeit, testest ein Wochenende mit deiner echten Welt und überlegst erst danach eine längere. Will die Gruppe stattdessen ein großes Modpack spielen, ist die vom Pack empfohlene RAM-Menge dein Minimum, und du prüfst vor der Bestellung die Serverdateien und die Java-Version (Punkt 5).

Prüfliste

  • Ist das CPU-Modell genannt, und geht es um die Leistung pro Kern?
  • Sind RAM und CPU garantiert, und was steht im Abschnitt zur fairen Nutzung?
  • Gibt es einen Standort nahe bei den meisten Mitspielern, und kannst du ihn später wechseln?
  • Unterstützt der Anbieter deine Server-Software, Minecraft-Version und Java-Version?
  • Bei Modpacks: Gibt es Serverdateien, und passen Version und Loader genau?
  • Bekommst du SFTP und eine Konsole?
  • Wie viele Backups, wie lange, wie groß, herunterladbar? Gibt es eine Kopie außerhalb des Anbieters?
  • Besteht die DDoS-Aussage aus mehr als einer Zeile?
  • Wie sind Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigung geregelt? Wo ist der Kündigungsbutton?
  • Wie lang ist das Erstattungsfenster, und was hebt es auf?

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. Minecraft WikiTutorial: Setting up a Java Edition server
  2. Minecraft WikiServer/Requirements
  3. PaperMCAikar's flags
  4. G-PortalMinecraft Server Hosting
  5. 4NetplayersMinecraft Server Hosting
  6. Godlike HostMinecraft Server Hosting
  7. ShockbyteTerms of Service
  8. MintServersTerms of Service
  9. Godlike HostAbout Godlike.Host
  10. VerbraucherzentraleGesetz für fairere Verträge: mehr Schutz bei Kosten und Laufzeiten
  11. AllTheModsSetting up a server
  12. Wasabi HostingInstall modpacks
  13. Godlike HostGame Servers

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