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Hardware

TBW: Schreibmenge einer SSD

TBW ist die Datenmenge, die ein Host laut Herstellerangabe auf eine SSD schreiben darf; ein Garantiewert nach JESD218, keine Vorhersage des Ausfalltags.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Jede SSD trägt eine Zahl, die wie ein Countdown klingt. Sie ist ein Garantielimit mit einem Test dahinter, und das Laufwerk hat eine Tankanzeige, die du selbst ablesen kannst.

Kurz gesagt

TBW (Terabytes Written) ist die Datenmenge, die ein Host unter den Bedingungen der Herstellerangabe höchstens auf eine SSD schreiben darf [2]. Der JEDEC-Standard JESD218 legt fest, wie diese Angabe ermittelt und überprüft wird [1][2]. In der Praxis ist sie eine Garantiegröße: Samsung zum Beispiel deckt den genannten Zeitraum oder die TBW ab, je nachdem, was zuerst eintritt [4]. Unsere Einschätzung: Nutze TBW, um Laufwerke zu vergleichen und deine eigene Schreiblast einzuschätzen, aber lies sie nicht als den Tag, an dem die SSD stirbt.

So funktioniert’s

  1. Die Definition. Der Hersteller legt eine Endurance-Angabe fest: die maximale Zahl Terabyte, die ein Host mit dem Workload der Anwendungsklasse schreiben darf, sodass die SSD ihre Kapazität behält, ihre Fehler- und Ausfallanforderungen erfüllt und stromlos Daten hält [2]. Diese Angabe heißt TBW [2].
  2. Zwei Klassen. JESD218 kennt Client- und Enterprise-Klasse. In der Revision, die wir gelesen haben, heißt Client: 40 °C bei 8 Stunden täglich im Betrieb, danach ein Jahr Datenerhalt bei 30 °C; Enterprise heißt 55 °C rund um die Uhr und 3 Monate Datenerhalt bei 40 °C [2]. Der Katalog führt inzwischen JESD218C.01 (Aug. 2026) [1]. Diesen Text haben wir nicht gelesen, prüfe ihn also auf Änderungen.
  3. Der Workload ist genormt, deiner nicht. JESD219 definiert die Workloads für die Angabe [3]. JEDEC merkt an, dass der Schreibverstärkungsfaktor vom Workload abhängt und sich über die Lebensdauer ändern kann [2]. Dein eigenes Muster kann den Flash stärker oder schwächer belasten als der Test.
  4. Von der TBW zur Garantie. Samsungs Datenblatt zur 990 PRO (Rev. 1.0) nennt 600 TBW für 1 TB und 1.200 TBW für 2 TB bei 5 Jahren beschränkter Garantie, je nachdem, was zuerst eintritt, und sagt, die Endurance-Ergebnisse entsprächen JESD218 [4]. Samsungs Garantieseite zeigt dasselbe Schema „Zeitraum oder TBW“ für weitere Modelle [5].
  5. Das Laufwerk meldet seinen Verschleiß selbst. Ein NVMe-Laufwerk führt ein SMART/Health-Log. „Percentage Used“ ist eine herstellerspezifische Schätzung der verbrauchten Lebensdauer; 100 heißt, die geschätzte Endurance ist aufgebraucht, was nicht zwingend einen Ausfall bedeutet, und der Wert kann über 100 steigen [6]. „Data Units Written“ zählt 512-Byte-Einheiten in Tausendern, du multiplizierst also mit 512.000, um Bytes zu erhalten [6][8].
  6. So liest du es aus. smartctl -a gibt alle SMART-Informationen aus und liest bei NVMe-Laufwerken die Werte aus dem SMART/Health-Log [7].

Ein Praxisbeispiel

Eigene Rechnung, Dezimaleinheiten: 600 TBW über 5 Jahre Garantie sind 600.000 GB ÷ 1.825 Tage, rund 329 GB Schreibmenge pro Tag. Schreibt dein PC 50 GB pro Tag (eine Annahme, keine Messung), sind das in fünf Jahren etwa 91 TB, rund 15 % dieser Angabe. Lies dann den echten Wert an deinem Laufwerk ab:

sudo smartctl -a /dev/nvme0
sudo nvme smart-log /dev/nvme0

Notiere „Data Units Written“ heute und in einem Monat, und multipliziere die Differenz mit 512.000, um deine Bytes pro Monat zu erhalten [6][8]. Beobachte auch „Percentage Used“ [6]. Der Gerätename /dev/nvme0 ist ein Beispiel. Unser Inventar (Stand 14. bis 16. Okt. 2026) erfasst weder SSD-Modelle noch ihren Verschleiß, deshalb veröffentlichen wir keine Werte von unseren eigenen Laufwerken.

Prüfliste

  • Vergleiche TBW je Kapazität zwischen Laufwerken, nicht nur die Schlagzeile [4].
  • Prüfe im Garantietext die Formulierung „Zeitraum oder TBW, je nachdem, was zuerst eintritt“ [4][5].
  • Lies das SMART-Log einmal im Monat und notiere Data Units Written und Percentage Used [6][7].
  • Rechne Data Units Written mit dem Faktor 512.000 in Bytes um [6][8].
  • Behandle 100 % nicht als sofortigen Ausfall und 0 % nicht als Garantie [6].
  • Mach in jedem Fall Backups: Eine TBW-Angabe betrifft den Verschleiß, nicht das Versprechen, dass sonst nichts ausfällt (siehe unser Eintrag zur 3-2-1-Backup-Regel).

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. JEDECJESD218C.01 Solid-State Drive (SSD) Requirements and Endurance Test Method
  2. JEDECJESD218 Solid-State Drive (SSD) Requirements and Endurance Test Method
  3. JEDECJESD219A.01 Solid-State Drive (SSD) Endurance Workloads
  4. SamsungSamsung V-NAND SSD 990 PRO
  5. SamsungSSD Product Warranty
  6. nvme-cli / libnvmenvme_smart_log: SMART / Health Information Log (Log Identifier 02h)
  7. smartmontoolssmartctl(8)
  8. PerconaUsing NVMe Command Line Tools to Check NVMe Flash Health

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