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Hardware

S.M.A.R.T.: Laufwerksgesundheit

S.M.A.R.T. ist die Gesundheitsüberwachung in Laufwerken: Attribute, NVMe-Health-Log und Selbsttests. Ein PASSED ist ein Hinweis, keine Garantie.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Deine SSD führt Tagebuch. Sie notiert Temperatur, Fehler und Verschleiß und beschwert sich nie, solange du nicht nachliest.

Kurz gesagt

S.M.A.R.T. (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) ist das Überwachungssystem, das in den meisten ATA/SATA- und SCSI/SAS-Festplatten und -SSDs steckt. Es soll die Zuverlässigkeit des Laufwerks beobachten, Ausfälle vorhersagen und Selbsttests ausführen [1]. NVMe-Laufwerke bieten dasselbe als Logseite „SMART / Health Information“ [3][4]. Unsere Einschätzung: Ein „PASSED“ ist ein Hinweis und keine Garantie. Lies die Zähler und halte in jedem Fall ein Backup bereit.

So funktioniert’s

  1. SATA-Laufwerke melden Attribute. Jedes Attribut hat eine ID, einen Rohwert (raw), einen normalisierten Wert (VALUE), den niedrigsten bisher gesehenen Wert (WORST) und eine Schwelle (THRESH). Die Firmware des Laufwerks rechnet Rohwert in normalisierten Wert um, smartctl gibt nur wieder, was es ausliest [1]. Liegt der normalisierte Wert bei oder unter der Schwelle, ist das Attribut durchgefallen. „Pre-fail“ ist nur der Attributtyp und bedeutet nicht, dass die Platte gleich ausfällt [1]. Die Attributtabelle war nie Teil der ATA-Standards, und selbst das allgemeine Format wurde mit ATA-4 im Jahr 1998 aus dem Standard entfernt. Die Bedeutung hängt deshalb vom Hersteller ab [2].
  2. Das Gesundheitsurteil. smartctl -H zeigt es an. Ein fehlerhafter Status heißt: Das Laufwerk ist entweder schon ausgefallen oder sagt seinen Ausfall binnen 24 Stunden voraus. Die Man-Page rät, die Daten so schnell wie möglich zu sichern [1]. Bei NVMe stammt das Urteil aus dem Byte „Critical Warning“ der SMART/Health-Log [1].
  3. NVMe hat ein eigenes Log. Die Logseite 02h enthält Bits für Critical Warning (Reserve unter Schwelle, Temperatur, Zuverlässigkeit gemindert, schreibgeschützt, Sicherungseinheit ausgefallen), Available Spare samt Schwelle und Percentage Used [3][5][6]. Percentage Used ist eine herstellerspezifische Schätzung. 100 bedeutet, dass die geschätzte Haltbarkeit aufgebraucht ist, was nicht zwingend einen Ausfall heißt, und der Wert darf über 100 steigen [3]. Data Units Read und Written zählen in Tausendern von 512-Byte-Einheiten [5]. Das Log enthält außerdem Betriebsstunden, unsaubere Abschaltungen und Medienfehler [3][6]. SATA-SMART nutzt eine andere Attributliste [6].
  4. Selbsttests. Ein kurzer Test dauert meist unter zehn Minuten, ein erweiterter Test zehn Minuten bis mehrere Stunden. Die Ergebnisse stehen im Selbsttest-Log, und ein laufender Test kann das Laufwerk bremsen [1].
  5. Kenne die blinden Flecken. Eine USB-Bridge oder ein RAID-Controller kann das echte Ergebnis verbergen. smartctl warnt dann und prüft ersatzweise die Pre-Failure-Attribute gegen ihre Schwellen [1].

Ein Praxisbeispiel

Führe die Befehle als root oder mit sudo aus. Bei NVMe entspricht -a den Optionen -H -i -c -A -l error -l selftest, das Gerät heißt /dev/nvme0 [1]:

sudo smartctl -H /dev/sda            # Urteil (SATA)
sudo smartctl -A /dev/sda            # Attributtabelle
sudo smartctl -a /dev/nvme0          # NVMe: Urteil, Health-Log, Fehlerlog
sudo smartctl -t short /dev/sda      # kurzen Selbsttest starten
sudo smartctl -l selftest /dev/sda   # Ergebnis später lesen

Angenommen, ein NVMe-Laufwerk zeigt Critical Warning 0x00 und Percentage Used 3. Das sieht gesund aus, aber diese Zahlen sind zur Veranschaulichung erfunden. Unser Inventar (Stand 14. bis 16. Okt. 2026) erfasst keine SMART-Werte unserer eigenen Laufwerke, deshalb behaupten wir keine.

Prüfliste

  • Sichere zuerst, teste danach. Lautet das Urteil „fehlerhaft“, kopiere die Daten, bevor du irgendetwas anderes tust [1].
  • Lies die ganze Tabelle, nicht nur das Urteil.
  • Vergleiche jeden normalisierten Wert mit seiner Schwelle und lass Rohwerte aus, die du nicht deuten kannst [1][2].
  • Prüfe bei NVMe Critical Warning, Available Spare gegen die Schwelle, Percentage Used und Medienfehler [3][5].
  • Notiere die Werte mit Datum, damit du einen Verlauf siehst und keine Momentaufnahme.
  • Probiere -d sat, wenn eine ATA-Platte hinter einer USB-Bridge hängt, und lies bei RAID das Handbuch des Controllers [1].
  • Halte unabhängig davon ein 3-2-1-Backup bereit; siehe unseren Eintrag zur 3-2-1-Backup-Regel.

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. smartmontoolssmartctl(8) – Control and Monitor Utility for SMART Disks
  2. smartmontoolsFAQ
  3. Microsoft LearnNVME_HEALTH_INFO_LOG structure
  4. NVM ExpressFeatures for Error Reporting, SMART, Log Pages, Failures and Management Capabilities in NVMe Architectures
  5. KingstonKingston NVMe SSD SMART Attribute Details
  6. SolidigmNVMe SMART Attributes

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