Zum Inhalt
Bytearium

Keine Werbung und keine Partnerlinks aktiv

IT-Sicherheit

Kernel-Anti-Cheat

Kernel-Anti-Cheat läuft als Treiber im Windows-Kern. Warum Proton das nicht unterstützt und wie du Online-Spiele vor dem Wechsel zu Linux prüfst.

Dieser Eintrag liegt noch unter unserer Mindestlatte für den Suchindex (Umfang und Zahl der Quellen) und wird überarbeitet. Er ist deshalb nicht in Suchmaschinen gelistet.

Manche Anti-Cheats schauen nicht nur dem Spiel zu, sie ziehen in den Keller deines Betriebssystems. Unter Linux hat dieser Keller eine andere Adresse.

Kurz gesagt

Ein Kernel-Anti-Cheat installiert einen Treiber, der im Kernelmodus von Windows läuft, also mit den Rechten des Betriebssystemkerns, und dazu ein normales Programm im Benutzermodus [1][3]. Valve schreibt, dass Anti-Cheat-Lösungen im Kernel von Proton derzeit nicht unterstützt werden, und empfiehlt stattdessen Bausteine im Benutzermodus [2]. Unsere Einschätzung: Nutzt ein Mehrspieler-Spiel, das dir wichtig ist, einen solchen Treiber, behalte dafür eine Windows-Installation und prüfe den Stand, bevor du wechselst.

So funktioniert’s

  1. Zwei Rechtestufen. Anwendungen laufen im Benutzermodus, jede in ihrem eigenen privaten Adressraum. Aller Code im Kernelmodus teilt sich einen gemeinsamen Adressraum, und stürzt ein Treiber im Kernelmodus ab, stürzt das ganze Betriebssystem ab [1].
  2. Warum Hersteller so tief gehen. Riot argumentiert, dass ein Anti-Cheat, der nur im Benutzermodus läuft, von einem Cheat mit höheren Rechten ausgehebelt werden kann [3]. Vanguard besteht aus einem Client im Benutzermodus, der die Erkennung übernimmt, und einem Treiber im Kernelmodus, der Speicher und Systemzustand prüft; der Treiber startet beim Booten, damit kein Cheat vor dem Client lädt [3]. Laut Riot ist der Treiber über Microsofts Signaturverfahren signiert [3].
  3. Dazu Startintegrität. Riots Supportseite schreibt, dass Vanguard im eingeschalteten Zustand automatisch Sicherheitsstandards ähnlich Secure Boot aktiviert [4]. EA verlangt Secure Boot für Battlefield 6 und nennt Cheats auf Kernel-Ebene, Rootkits und Manipulationen am Anti-Cheat unter den Bedrohungen, gegen die es vorgeht [5].
  4. Warum Proton hier aufhört. Proton startet Windows-Programme unter Linux über Wine, und laut Valve laufen Anti-Cheat-Bausteine im Benutzermodus dort in der Regel [2]. Lösungen im Kernel werden nicht unterstützt [2]. Selbst Easy Anti-Cheat und BattlEye laufen unter Proton nur, wenn der Entwickler die Linux-Unterstützung für das jeweilige Spiel einschaltet [2]. Unsere Lesart: Nicht der Name des Anti-Cheats entscheidet, ob ein Spiel läuft, sondern die Wahl des Entwicklers.
  5. Das Bild aus der Community. Am 25. Okt. 2026 zählte die Community-Liste Are We Anti-Cheat Yet? 196 Spiele als unterstützt, 280 als lauffähig, 636 als kaputt und 53 als abgelehnt [6]. Die Liste wird von Nutzern gepflegt und ist von den Herstellern nicht bestätigt [6]. Valorant, das Vanguard nutzt, steht dort als abgelehnt („Denied“) [6].
  6. Die Abwägung. Ein Kerneltreiber braucht Vertrauen, denn ein fehlerhafter Treiber kann das ganze System lahmlegen [1]. Riot sagt, der Vanguard-Treiber sammle keine Informationen über deinen PC und schicke keine an Riot, und er lasse sich jederzeit deinstallieren, Valorant laufe ohne ihn aber nicht [3].

Ein Praxisbeispiel

Du willst deinen Gaming-PC auf Linux umstellen. Zuerst listest du jedes Online-Spiel auf, das du spielst. Für jedes prüfst du die Supportseiten des Herstellers und den Stand in der Community-Liste und behandelst Einträge ohne Datum mit Vorsicht [6]. Ein Spiel wie Valorant, mit einem Kerneltreiber, der beim Booten lädt, und dem Eintrag „Denied“, bleibt auf Windows [3][6]. Spiele mit Easy Anti-Cheat oder BattlEye kommen erst infrage, wenn der Entwickler die Proton-Unterstützung eingeschaltet hat [2]. Das ist ein Planungsbeispiel und kein Test auf unserer eigenen Hardware.

Prüfliste

  • Prüfe den Anti-Cheat-Stand jedes Online-Spiels, bevor du Windows entfernst [6].
  • Werte „Denied“ als Entscheidung des Herstellers, nicht als Fehler, den ein Proton-Update behebt [2][6].
  • Behalte Windows auf einem eigenen Laufwerk, wenn du Spiele mit Kerneltreiber brauchst (unsere Einschätzung).
  • Prüfe, ob ein Spiel unter Windows zusätzlich Secure Boot oder ein TPM verlangt [5].
  • Versuche nie, einen Anti-Cheat zu täuschen oder zu umgehen; Hersteller werten Manipulation als Cheaten [5].
  • Deinstalliere einen Kernel-Anti-Cheat über seinen offiziellen Weg, wenn du das Spiel nicht mehr spielst [3].

Primärquellen

Diese Quellen sind die Grundlage der Seite. Das heißt nicht, dass jede Aussage einzeln nachgeprüft wurde; ob ein Prüfbeleg vorliegt, steht oben unter „Stand“. Einordnung und Prüfliste sind unsere eigene Arbeit.

Für diese Fassung liegt noch kein dokumentierter Prüfbeleg vor. Der Text stützt sich auf die genannten Quellen.

Entstehung: Bytearium erstellt diese Seiten mit Unterstützung von KI und verantwortet die Veröffentlichung. KI kann sich irren, deshalb nennen wir Quellen und Prüfstand offen.

  1. MicrosoftUser Mode and Kernel Mode
  2. ValveSteam Hardware and Proton
  3. Riot GamesA Message About Vanguard From Our Security & Privacy Teams
  4. Riot GamesWhat is Vanguard?
  5. Electronic ArtsSecure Boot Information
  6. Are We Anti-Cheat Yet?Anti-cheat compatibility list

Auf dieser Seite gibt es keine Werbung und keine Partnerlinks.